Value Creation im VAERING-Style: „Wir schauen nicht nur zu – wir packen mit an"

Vor knapp einem Jahr hat Daniel Olesen-Fett bei VAERING angefangen – als Value Creation Director. Eine Position, die es vorher nicht gab, die er aber schnell mit Leben und Inhalt füllen konnte. Im Interview erzählt er, was hinter dem Begriff steckt, warum Wachstum für junge Unternehmen anstrengend ist – und wie er dabei ganz konkret hilft.

Daniel, „Value Creation" klingt erstmal abstrakt. Was machst du eigentlich?

Ganz einfach gesagt: Ich helfe unseren Beteiligungsunternehmen dabei, gesund zu wachsen. VAERING investiert in Unternehmen, die wirtschaftlich arbeiten und deutlich größer werden wollen. Aber Wachstum passiert nicht von allein, nur weil Kapital da ist. Wenn ein Unternehmen von 20 auf 50, 100 oder mehr Leute wächst, verändert sich fast alles: wie man zusammenarbeitet, der Vertrieb, Prozesse und wie Entscheidungen getroffen werden. Vieles, was mit 20 Leuten noch gut funktioniert hat, funktioniert dann nicht mehr.

Genau da setze ich an: Ich schaue mir gemeinsam mit den Teams an, wo das Unternehmen schon stark ist, wo es noch hakt und was verändert werden muss, um Skalierung zu ermöglichen. Und dann arbeiten wir zusammen daran, die wichtigsten Dinge gemäß dem gemeinsamen Verständnis umzusetzen. Dafür nehme ich mir viel Zeit, und wir gehen in den Dialog.

Wann fängt diese Arbeit an?

Schon bevor wir uns überhaupt beteiligen. Wenn wir ein Unternehmen prüfen, schauen wir uns genau an: Wo steht es heute? Was muss passieren, damit das geplante Wachstum realistisch wird? Das ist keine Prüfung im Sinne von „bestanden oder durchgefallen", sondern die Grundlage für einen gemeinsamen Plan. Kommt es zur Beteiligung, wissen beide Seiten vom ersten Tag an, welche Themen wir zuerst angehen und wer was dafür tut.

Was bedeutet das für die Unternehmen?

Wer wächst, muss Dinge verändern – und Veränderung kostet Zeit und Energie, die im Tagesgeschäft rar gesät ist.  

Deshalb ist mir eines besonders wichtig: Ich bringe nicht nur Themen mit, ich bringe auch Kapazität mit. Ich sage nicht „hier ist eure Aufgabenliste, viel Erfolg", sondern ich arbeite in Abstimmung mit dem Management selbst mit – wenn es sinnvoll ist, auch ganz operativ in einzelnen Arbeitspaketen. Das kann heißen: Ich moderiere Workshops, ich baue mit am Vertriebsprozess, ich bereite Entscheidungsvorlagen vor oder springe für eine Übergangszeit in ein Thema rein, für das im Unternehmen gerade niemand frei ist. Die Teams sollen spüren: Da kommt jemand, der mit anpackt – nicht jemand, der nur Berichte einfordert.

Wie sind die Reaktionen? 

Unsere Partner wissen genau das zu schätzen: dass wir sie mit all unserer Kompetenz unterstützen und auch mit unserer Kultur, mit unseren Werten. 

Das merken wir auch bei neuen Investmentkandidaten, mit denen wir in ersten Sondierungen sind.  Da hören wir oft: „Wir wollen nicht den nächstbesten Investor, sondern wir wollen sehen, wie ihr uns als Investor unterstützen und Erfahrung mit einbringen könnt.“ Wir sehen, dass unser Value Creation-Modell sehr gut ankommt. Das Feedback lautet oft: „Da unterscheidet ihr euch echt von anderen.“ Dieses partnerschaftliche Unterstützen ist ein sehr positives Signal. 

Ich glaube wirklich, wir von VAERING haben damit einen besonderen Vorteil geschaffen.

Wie würdest du deine Rolle beschreiben?

Als Mischung aus Sparringspartner, Impulsgeber, Coach und „Kollege auf Zeit“. Ich bin nicht da, um Entscheidungen abzunehmen oder Kontrolle auszuüben. Die unternehmerische Verantwortung bleibt beim Management – das ist bei VAERING ein Grundprinzip. Aber ich helfe dabei, dass die Dinge schneller und wirksamer umgesetzt werden. Dafür bringe ich meine Erfahrung aus über 20 Jahren in operativen Rollen mit, unser Netzwerk – und ehrliches Interesse an den Menschen und ihren Themen.

Was ist dir dabei wichtig? 

Was mir dabei besonders am Herzen liegt: ein wirklich gemeinsames Verständnis zwischen Investor und Unternehmen. Ich habe in meiner beruflichen Vergangenheit erlebt, wie Unternehmen und Investoren komplett aneinander vorbeigeredet haben. Das wollen wir bei VAERING anders machen. Wir haben ein gemeinsames Ziel: erfolgreicher werden, wachsen, stabiler werden – und daran arbeiten wir Seite an Seite.


„In meiner Rolle bei VAERING verstehe ich mich als Sparringspartner, Impulsgeber, Coach oder „Kollege auf Zeit“. Ich bin nicht hier, um Entscheidungen abzunehmen oder Kontrolle auszuüben – sondern um dabei zu helfen, die Dinge schneller, robuster und wirksamer umzusetzen. 

Dafür bringe ich Methoden, Tools und Erfahrung mit – und vor allem: echtes Interesse an der Zusammenarbeit im Team.“


Ein Thema, das gerade überall diskutiert wird, ist Künstliche Intelligenz. Spielt das bei euch eine Rolle?

Eine große sogar. Für viele unserer Unternehmen ist KI eine echte Chance – zum Beispiel im Vertrieb, in den Prozessen, im Back-Office und vielen anderen Themenfeldern. Aber die Frage ist immer: Wo fange ich an? Wir haben dafür einen pragmatischen Ansatz entwickelt: Wir schauen gemeinsam, wo ein Unternehmen heute steht, wo KI wirklich einen Unterschied machen würde und setzen dann die ersten konkreten Anwendungen um. Klein anfangen, schnell lernen, dann ausbauen. Auch hier gilt: Wir empfehlen nicht nur, wir helfen bei der Umsetzung.

Bist du oft persönlich bei den Unternehmen vor Ort?

Ja, und das ist mir wichtig. Vertrauen entsteht, wenn man sich in die Augen schaut – viele Dinge lassen sich im persönlichen Gespräch viel besser lösen. Gleichzeitig sitze ich nicht dauerhaft bei den Partnern im Büro, das wäre auch das falsche Signal. Wenn das gemeinsame Verständnis da ist und beide Seiten sich zu den Zielen bekennen, funktioniert die Zusammenarbeit auch remote sehr gut.

Nach einem Jahr: Hat sich in den Beteiligungsunternehmen schon etwas bewegt?

Auf jeden Fall! Ein Beispiel, ohne Namen zu nennen: Bei einer unserer Beteiligungen haben wir gemeinsam festgestellt, dass das Angebot zu sehr aus der Innensicht des Unternehmens gedacht war und zu wenig von den Kunden her. Wir haben dann zusammen den Vertriebsansatz, die Aufbauorganisation, Verantwortlichkeiten und die Abläufe neu ausgerichtet, konsequent an dem, was die Kunden wirklich brauchen. Ich war in mehreren dieser Themen selbst operativ mit dabei. Das zahlt sich jetzt aus: Der Umsatz zieht spürbar an, und im Team ist eine ganz neue Dynamik entstanden. Solche Momente sind die beste Bestätigung für unseren Ansatz.

Und macht dir der Job Spaß?

Total. Ich wollte genau das: mich immer wieder in neue Geschäftsmodelle und Situationen hineindenken, mit unterschiedlichen Teams arbeiten und dabei alles einbringen, was ich über die Jahre gelernt habe. Mal geht es um Umsatzwachstum, mal um Profitabilität, mal um Organisation oder Strategie. Diese Vielfalt – und die Momente, in denen man gemeinsam mit einem Team echte Fortschritte sieht – das ist es, was mir richtig Freude macht.

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Gesucht: Portfolio Partner (m/w/d) für das Team VAERING 

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